Ausstellung

Joseph Beuys
Hanns Hoffmann-Lederer
Maria Keller

Drei Künstlerpersönlichkeiten
in ihrer Verbindung zu Achberg
und dem Internationalen Kulturzentrum

Ausstellung vom 28. Mai bis 19. Dezember 2021

 

 

 

 

 

 

››› Ausstellungs-Flyer (PDF)

Weitere Informationen zur Eröffnung und zu die Ausstellung begleitenden Tagungen folgen in Kürze

2021 feiert das Internationale Kulturzentrum Achberg (INKA) sein 50-jähriges Gründungsjubiläum.

Diesen Anlass wollen wir gebührend würdigen und in verschiedenen Veranstaltungen die Impulse und historischen Ereignisse des Kulturzentrums aufzeigen, eines Ortes, der für einen umfassenden Impuls der kulturellen und gesellschaftlichen Erneuerung stand und steht.
Die historische Konstellation der Zeit vor 50 Jahren verlangte danach, ergriffen zu werden. Eine in Ost und West geteilte Welt, ein Gegensatz von Systemen und Ideologien und da hineingestellt Menschen, die mit jener Idee der Dreigliederung des sozialen Organismus verbunden waren, die durch Rudolf Steiner nach dem ersten Weltkrieg und auf die damaligen Herausforderungen bezogen in die Welt trat.

Auf dem Weg hin zur Gründung des INKA bezeichnete das Jahr 1968 einen Aufbruch. Im Westen vor allem unter Studenten und im Osten, beide Seiten eigentlich noch zu Mitteleuropa gehörend, im Prager Frühling der Ruf nach einem „Sozialismus mit dem Antlitz des Menschen“ – von der militäri-schen Macht der Sowjetunion gleich wieder im Keim erstickt. In diese Situation hinein, mit diesem Geist der Zeit verbunden, machten sich einige auf die Suche nach einem geeigneten Ort, um die Kräf-te bündeln zu können, um die Dreigliederungsidee auf die historische Situation zu beziehen und um sich mit anderen nach Alternativen suchenden Kräften zu verbinden.

Letztendlich fand sich dieser Ort in der lieblichen Allgäuer Gemeinde Achberg mit dem weiten Blick auf den Bodensee und über die Alpen des Dreiländerecks Deutschlands mit Österreich und der Schweiz. Hier sollten sich durch Jahre und Jahrzehnte hindurch unzählige Menschen und Impulse begegnen. Auch Hanns Hoffmann-Lederer, Maria Keller und Joseph Beuys.

Im Rahmen des Jahresprogrammes zu „50 Jahre Internationales Kulturzentrum Achberg“ wollen wir diesen drei Künstlerpersönlichkeiten einen Platz für eine Begegnung mit ihnen einräumen: Eine Ausstellung, um sie in ihren Gegensätzlichkeiten zusammenzubringen und vielleicht das zu entdecken, was auch sie an diesen Ort brachte. – Nach Achberg, wo dann auch die Protagonisten des Prager Frühlings eine zeitweilige intellektuelle Heimat fanden, wo die Gründung einer Waldorfschule ihren Anfang nahm, wo die Dreigliederungs-Idee der Assoziation modellhaft erprobt wurde und im Grün-dunggeschehen der Grünen wichtige Schritte gesetzt wurden. Wo auch die moderne Demokratiebewegung in Deutschland mit der Idee der dreistufigen Volksgesetzgebung ihre Wiege hat und bis heute mit verschiedenen Initiativen und Projekten im Zeitgeschehen zu wirken versucht wird.

Hanns Hoffmann-Lederer, der Bauhaus-Künstler, erlebte die Eröffnung des Kulturzentrums und des Humboldt-Hauses, wie man die in der Zwischenzeit erworbene „Bauhütte“ für alles Zukünftige nann-te, selbst nicht mehr. Doch ihm und seiner Frau Mila, ist es zu verdanken, dass der Impuls dieser Gründung, wie er von Peter Schilinski, Wilfried Heidt und deren Mitstreiter*innen getragen war, überhaupt an diesen Ort fand, dadurch, dass die Hoffmann-Lederers dafür ein Grundstück zur Verfügung stellen wollten. Joseph Beuys, in seiner Kunst selbst im Ideenfeld der Dreigliederung tätig, verband sich den Bemühungen und integrierte alles hier platzgreifende geistige Ringen auch in die Entwicklung seines „erweiterten Kunstbegriffs“, der die „unsichtbare Skulptur“ des Sozialen in den Mittelpunkt seiner Arbeit rückte. Maria Keller, die mit ihren Plastiken – jenseits jenes Nullpunktes in der Kunst, wie er sich im Geist des Abstrakten zeigt – eine innig-seelische und geistige Dimension des Menschen zu ergründen und freizulegen versuchte, deren Heilkraft ausstrahlende Wirkung darüber hinaus auch in anderen Äußerungen ihres Lebens sichtbar wird.

Diese drei Persönlichkeiten sind zunächst einmal – aus der Perspektive unserer 50-Jahr-Feier – Bestandteil der Biographie des sozialen Lebewesens „Internationales Kulturzentrum Achberg“, ihr Werk und Wirken zu beleuchten und nach dem Verbindenden zu suchen, soll durch die hier dargestellten Planungen versucht werden.

2021 – 50 Jahre Internationales Kulturzentrum Achberg

Die Ausstellung findet im Rahmen des Jubiläums-Jahres 50 Jahre INKA statt, in dessen Rahmen noch zahlreiche weitere Veranstaltungen zu 50 Jahre INKA stattfinden.
Siehe unser ››› Jahresprogramm

Kann die Ausstellung Ende Mai überhaupt beginnen?

Einstweilen halten wir die Planungen noch aufrecht und werden abhängig von den geltenden Corona-Bestimmungen noch mitteilen, ob wir den Ausstellungsbeginn verschieben müssen. Für die weiteren Veranstaltungen im Sommer und Herbst sind wir zuversichtlich.

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