Tagung Weihnachten 2016/17

„Die Frage kann aufgeworfen werden: Wie soll es der Mensch machen, wenn er an wichtigen Stellen steht, um zu solchen Entschlüssen zu kommen, die nach dreiunddreißig Jahren aufgehen können? Er soll nur einmal probieren, unter dem Einflusse einer solchen Idee die Ereignisse, die dreiunddreißig Jahre zurückliegen, zu verstehen, und aus dem wirklichen Verständnis wird ihm entspringen das, was er in der Gegenwart zu tun hat: dann wird es in würdiger Weise in dreiunddreißig Jahren aufgehen können, auferstehen können. Daß solches vergeblich sei, das dürfte erst dann behauptet werden, wenn es geschehen wäre. Aber wo ist es geschehen? Wo wird heute draußen im exoterischen Leben die Weltenentwickelung nach ihrer inneren Gesetzmäßigkeit betrachtet?“

Auszug aus dem Vortrag vom 24. Dezember 1917, in dem Rudolf Steiner in Dornach über die „Konstellationen der Zeitensterne im Werdegang der Menschheit“ spricht
(2. Vortrag in der GA 180, S. 36-37).

„Probieren“ in diesem Sinne wollen wir u.a. das von Rudolf Steiner Empfohlene während der Achberger Weihnachtstagung 2016. Vorausschauend auf das kommende Jahr 2017 wollen wir uns u.a. auch im Rückblick auf die geschichtlichen Ereignisse ab 1917 bis in unsere aktuelle Gegenwart übend vorbereiten, damit wir als wache und aktive Zeitgenossen Initiativen ergreifen oder mitunterstützen können, die zur Gesundung des erkrankten globalen sozialen Organismus beitragen und helfen, seine Freiheitsgestalt zu entwickeln.

Vom 27. Dezember 2016 - 6. Januar 2017 – 
öffentliche
 Arbeitskonferenz des Achberger Instituts:

Zeitforderungen 2017: Europa - quo vadis?

Zum Tagungsgeschehen

Tagungsbeginn am 27. Dezember um 20:00 Uhr
Abschluss 6. Januar Mittag (ca. 13h)

Arbeitszeiten:

10.00 – 13.00 Vormittagsblock
16.00 – 18.30 Nachmittagsblock
20.00 – 22.00 Abendblock

09.00 – 09.45 Uhr Eurythmie
mit
Monika Klipstein 

15.00 – 15.45 Uhr Training für Körperspannung, Gleichgewicht und Rückenstärkung mit Matthias Hörburger

Im Anschluss findet vom 6.-8. Januar 2017 die Tagung:

Demetrius in der Geschichte Russlands und der Welt 

Was sagt uns die „ungewordene Geschichte Russlands“ für unsere Zeit? Wie bildet sich die Zukunft Gesamteuropas?

Zum Auftakt zur Demetrius-Tagung am Freitag, den 6.1.2017, 20.00 Uhr, Pauluskirche, Wangen, u.a. der Vortrag von Dr. Markus Osterrieder: Der Selbstberufene: Das Rätsel um den Zarensohn Demetrius und die europäische Aufgabe.

Zur Demetrius-Tagung


Zukunftsgestaltungen erüben. - Ausgehend von aktuellen Krisen in der Welt und deren Zusammenhänge wollen wir versuchen, zu erfassen, was die Zeit ab 2017 von uns fordert. Dazu werden wir den Aspekt der 33-jährigen „Umlaufzeit geschichtlicher Ereignisse“ seit 1917 (z.B. die Memoranden R. Steiners) mit einzubeziehen.

Was sagen uns heute - im Jahre 2017 - die Memoranden Rudolf Steiners u.a. richtungsweisende historische Ereignisse von 1917, sowie danach in der geschichtlichen Umlaufzeit von 33 Jahren (1950/51, 1983/84)?

In welcher gewandelten Gestalt treten prägende geschichtliche Ereignisse im Besonderen die von 1917 im Jahre 2017 in Europa – der Mitte zwischen Asien und Amerika – auf?

Welche Wirkungen zeigen auch heute noch solche prägenden geschichtlichen Ereignisse von 1917, wie einerseits die Oktoberrevolution in Russland und deren Folgen, andererseits der Aufstieg der USA zur Weltmacht, der mit ihrem Eintritt in den 1. Weltkrieg seinen Anfang nahm.

Zu dem Gespräch über die Ursachen der Krisen und darüber, was zu tun ist, sind alle Teilnehmer eingeladen. Größere vorbereitete Beiträge sind vorher mit Herbert Schliffka abzusprechen.

Ab dem 2. Januar 2017 wird im Rahmen dieser Tagung auch ein Seminar von Christoph Klipstein im Kontext und vorbereitend auf die anschließende „Demetriustagung“ stattfinden: Demetrius in der europäischen Geschichte – vom Ringen des sozialen Organismus um seine Freiheitsgestalt. 


Zur Demetrius-Tagung


Vorläufige Beschreibung des Ablaufs der Tagung: Zeitforderungen 2017: Europa - quo vadis?
 

27.12.16 ab 20.00 Uhr: Herbert Schliffka und weitere Mitwirkende werden einführend einen Überblick über den Verlauf des Tagungsgeschehens und die dafür vorbereiteten Beiträge geben.

28.12.16: Mitwirkende des Achberger Instituts, die beim Tagungsgeschehen der letzten Jahrzehnte beteiligt waren, werden gewonnene Ergebnisse dieser Arbeit als Grundlage für das Thema der aktuellen Tagung in Erinnerung bringen.

Angefragt dazu sind einige Mitwirkende der sozialwissenschaftlichen Institutsarbeit des Internationalen Kulturzentrums Achberg (INKA)

Gerhard Meister (Achberg) wird gemeinsam mit Herbert Schliffka (Achberg) einige Passagen der Memoranden vom Juli 1917 als einen der Ausgangspunkte der Arbeit vergegenwärtigen.

Gerhard Schuster (Wien und Achberg) wird danach den anderen Fokus in den Blick nehmen. Das sind die Gesetzmäßigkeiten, von denen Steiner im Dezember 1917 spricht. Es sind die Umlaufzeit geschichtlicher Ereignisse.

Uwe Scheibelhut (Achberg) wird diese Gesetzmäßigkeit an konkreten geschichtlichen Ereignissen von 1950/51, 1983/84 und 2016/2017 exemplifizieren und damit u.a. Beiträge zur Demokratieentwicklung darstellen, die von Aktivisten aus dem Achberger Arbeitszusammenhang in die gesellschaftliche Kommunikationsprozesse eingebracht wurden.

29.12.16: Wilbert Lambrechts (Antwerpen), Vortrag zum Thema: "Rudolf Steiner in 1917 - eine Einführung". Anschließend das Gespräch zum Thema mit den Teilnehmern der öffentlichen Arbeitskonferenz des Achberger Instituts

30.12.16: Rudolf Hafner (Dornach) wird voraussichtlich auf der Grundlage seiner langjährigen, anthroposophisch orientierten geisteswissenschaftlichen Forschungstätigkeit zum „Wesen & Bedeutung Mitteleuropas“ und zum „Geistwesen der Schweiz und Mitteleuropa“ einen Beitrag zum Tagungsthema geben: „Zeitforderungen 2017: Welchen Weg will Europa gehen?“

Anschließend das Gespräch zum Thema mit den Teilnehmern.

3.1.2017: Michael Bader (Göppingen) wird darüber sprechen, welche Herausforderungen 2017 durch die modernen elektronischen Kommunikationsmedien, Big Data, Künstliche Intelligenz usw. auf den Weg Europas zukommen.

Zeitlich noch nicht genau zugeordnete Beiträge:

Gerhard Schuster (Wien und Achberg) Europäische Credit-Initiative – eine Zeitforderung 2017 für Europa

Ulrich Hölder (Stuttgart), sein Beitrag: “Europa in der Welt – esoterische und praktische Gesichtspunkte”

Loes Swart (Achberg) will nach Ihrem Impulsreferat ein Gespräch mit den Teilnehmer darüber führen, welche Zeitforderungen 2017 durch den Islam – wie er in den chaotisierten Gebieten im Nahen Osten, Afghanistan, Nordafrika und in den Flüchtlingsströmen nach Europa wirksam ist – an uns herantritt und welchen Einfluss er auf den weiteren Weg Europas nimmt.

Carmen Ziegler (Freiburg) wird mit einem Impulsreferat an Fritz Göttes Beitrag von 1963 zum Thema der Geschichte und Zukunft Europas erinnern.

Michael Sölch (Bern) Beitrag aus Schweizer Perspektive und der jungen Generation

Angefragt und noch nicht (endgültig) abgesagt haben:

Natalya Yarmolenko (Kollegium So.Wiss. Sektion, Dornach, Weleda, ursprünglich Russland/Ukraine) angefragt ist ein Beitrag zum Ukraine-Konflikt

Mario Damen (Brüssel, Mitarbeiter in der EU-Kommission), Erfahrungen aus der Kommissionsarbeit

Nothart Rohlfs (Fürstenberg/Havel und Berlin,) Beitrag zum Thema aus seinen Erfahrungen als Initiator der Petition „Aus Sorge um Europa – was ist zu tun?“ und der Veranstaltung „Friede in Europa“.

Für die Tagungsvorbereitung verantwortlich: Herbert Schliffka

 

>> Anmeldung (auf der Webseite des Humboldt-Hauses)

Bei Fragen: 
tagungsvorbereitung@kulturzentrum-achberg.de

Kosten inklusive Tagungsgebühr und Vollpension pro Tag bzw. Übernachtung:

Einzelzimmer: € 60.- | Doppelzimmer: € 50.- | Mehrbettenraum: € 40.- | Zelt: € 35.-

Nur Vollpension ohne Übernachtung: € 24.-

Bei Buchung ohne Unterkunft oder Verpflegung, Tagungspauschale : € 10.-

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